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Freiwillige Feuerwehr Heimbach von
der Gründung im Jahre 1929 bis 2004
75 jähriges Jubiläum

"wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt,bewacht,..."
sagt Schiller bereits in seinem Lied von der Glocke
Das Feuer war immer schon eine Gefahr für des Menschen Leben,
Hab und Gut. Nur gemeinsam konnten sich die Menschen der Gefahr
des Feuers erwehren. ln den Dörfern war deshalb die Feuerbekämpfung
die Pflicht eines jeden Bürgers.
ln Heimbach bestand bis zum Jahre 1928 eine Pflichtfeuerwehr. Am
6. Januar 1929 fanden sich nach der Erinnerung des früheren Wehrleiters
Emil Hahn einige Heimbacher Männer zusammen und gründeten
auf freiwilliger Basis eine Feuerwehr.
 

Die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr übernahm der Brandmeister
Jakob Saar.
Sein Wahlspruch "Alles an de Hooge" ist heut noch unseren älteren
Mitbürgern bekannt.
In der erwähnten Gründungsversammlung traten folgende Männer
der Feuerwehr bei:

Die ersten Uniformen wurden im Jahre 1932 angeschafft und mussten
von den Feuerwehrmännern noch selbst bezahlt werden.
Die deutschen Feuenruehren hatten sich bis 1933 ihre eigene,
selbstständige, in Verbänden gegliederte Organisation aufgebaut.
Die Zielsetzung der nationalsozialistischen Verwaltung,
Staat und Partei zu vereinen, machte auch vor den Feuerwehren
nicht halt. Schon das am 15.12.1933 in Kraft getretene
"Preußische Gesetz über das Feuerlöschwesen" bedeutete einen
tiefen Eingriff in die Selbstständigkeit der Feuerwehren, da
diese ab sofort der Aufsicht der örtlich zuständigen Polizeiexekutive
unterstellt wurden und mit der Zeit auch deren Organisationsformen
zu übernehmen hatten. Alle außerpreußischen Länder
wurden aufgefordert, sich deren Entwicklung anzuschließen,
was aber nur teilweise durchgeführt wurde. lm Zuge des
"Großhamburg-Gesetzes" vom 26.01. 1 937 wurde ab 01.08. 1937
der Restkreis St. Wendel-Baumholder, zu dem auch Heimbach
gehörte, mit dem oldenburgischen Landesteil Birkenfeld zu dem
neuen preußischen Kreis Birkenfeld vereint. Somit mussten auch
die preußischen Bestirnmungen für das Feuerlöschwesen in
Heimbach umgesetä werden.
Die Freiwillige Feuerwehr nannte sich ab sofort
"Feuerlöschpolizei Heimbach Nahe".
Noch tiefergreifende Eingriffe brachte das Gesetz über Feuerlöschwesen
vom 23.11 .1938, das den verbliebenen Rest der
Selbstständigkeit vollends ausschaltete, indem die Feuerwehren
nun dem Reichsministerium des Innern unterstellt und in die Ordnungspolizei
eingliedert wurden. Der einzige positive Aspekt dieser
Zentralisierung war, dass erstmals eine weitestgehende Vereinheitlichung
des deutschen Feuerschutzes erreicht wurde, die
nach dem Kriege zu einem erheblichen Teil wieder verloren ging.
Dazu gehörten z.B. auch die vereinheitlichte Ausbildung, die in
den reichseinheitlich geschaffenen Ausbildungsvorschriften ihren
Niederschlag fand. Der Begriff der "Löschgruppe" beispielsweise
wurde in Rahmen dieser Bemühungen erstmals geprägt und
festgelegt.
Rein äußerlich war die Zugehörigkeit der Feuerwehr zur Polizei
an der Farbe der Uniform zu erkennen. Das traditionelle Blau
verschwand und wurde durch das Polizeigrün ersetzt. Auch die
Fahrzeuge wurden bereits ab Frühjahr 1937 in der tannengrünen
Lackierung der Polizei ausgeliefert; vorhandene Fahrzeuge wurden
später umgespritzt. Die Gemeindewappen verschwanden
und wurden durch das Hoheitsabzeichen der Polizei ersetzt.
Zu jenen Zeit gehörten der Feuerlöschpolizei folgende Wehrleute
an:

 

Von den 37 Feuerwehrleuten, aus denen die
Feuerwehr Heimbach damals bestand, wurden 7
zu Hilfspolizeibeamten für das Feuerwehrwesen
ernannt.
Nach dem Kriege wurden die Feuerwehren zunächst
von der französischen Besatzungsmacht
argwöhnisch beobachtet. Die Militärregierung interessierte
sich nicht nur dafür, welchen militärischen Einheiten und Gliederungen der
 NSDAP die Wehrleute angehört hatten.
Sie verlangte auch von jedem Feuerwehrmann neben genauen
Angaben zur Person die Fingerabdrücke von allen fünf Fingern
der rechten Hand. Die in anderen Dörfern angeordnete Reduzierung der
 Mannschaftsstärke unterblieb aber in Heimbach.

Aus dieser Nachkriegszeit ca. 1948 existiert noch folgende Mitgliederliste:

Zu den ersten Ausrüstungsgegenständen der Freiwilligen Feuerwehr
gehörte auch die alte fahrbare Handdruckspritze aus dem
Jahr 1873, die bis zum Jahre 1941 in der Gemeinde ihren Dienst
versah.
Diese fahrbare Handdruckspritze, hat eine bewegte Geschichte
hinter sich.
Nachdem die unbrauchbare Handdruckspritze 1941 außer Dienst
gestellt worden war, wurde sie zum Schrottwert an die ortsansässige
Firma Josef Keller "Keller Sepp' verkauft. Dieser konnte
wahrscheinlich nicht all zuviel damit anfangen und veräußerte sie
an einen Käufer aus Dienstweiler. lm Jahre 1971wurde die Feuerwehrspritze
von der Firma Josef Keller wieder zurückerworben
und stand danach jahrelang auf dem firmeneigenen Schrottplatz
lm Winter 1981/82 begannen die Feuerwehrmänner in mühevoller
Kleinarbeit die Feuerwehrspritze zu restaurieren und im Herbst
1982 wurde die alte fahrbare Handdruckspritze von unserem
verstorbenen Ehrenmitglied Josef Keller der Freiwilligen Feuerwehr
Heimbach als Geschenk wieder übergeben.

Zu festlichen Anlassen, etwa beim jährlichen Kirmesumzug, wurde
die alte Feuerwehrspritze zur Freude aller Zuschauer aus Nah und
Fern durch Dorf gezogen.
Zur Zeit befindet sich die Handdruckspritze bedingt durch die fehlende
Unterstellmöglichkeit in einem sehr schlechten Zustand. Vielleicht
finden sich wieder ein paar traditionsbewusste und tatenhungrige
Feuerwehrkameraden wie Anfang der achtziger Jahre,
um die Spritze wieder in einen ansehnlichen Zustand zu bringen.
Die erste Motorspritze, die die alte Handdruckspritze ablöste, wurde
1941 für 861,90 Reichsmark erworben. Es war eine Metz-
Leichtkraftspritze mit einem 2,5 PS starken DlN-Motor.
Die zweite Tragkraftspritze, eine Magirus TS 8/8 mit Anhänger wurde
1952 von der Ortsgemeinde in Dienst gestellt. Anhänger, Pumpe
und Zubehör kosteten die stolze Summe von über 9.000,- DM.
Eine baugleiche Magirus Feuerlöschkreiselpumpe mit MN-Motor
aus dem Jahr 1958 besitzt die Jugendfeuerwehr noch heute zu Übungszwecken.
Aus technischen Gründen musste aber bereits im Jahre 1958 eine
neue Tragkraftspritze angeschafft werden, eine Balcke TS 8/8, die
zunächst noch in einem Anhänger transportiert wurde. Diese Pumpe
versah ihren Dienst bis ins Jahr 1996. Also fast 40 Jahre.
Alle Maschinisten, die die Pumpe während dieser langen Zeit bedienen
durften, werden bestätigen, dass man sich immer auf sie
verlassen konnte, es sei denn sie wurde in heißem Zustand abgestellt
und sie musste anschließend wieder gestartet werden. Aber diesen
unangenehmen Nebeneffekt hatten alle luftgekühlten VW-Boxermotoren.
lm Jahre 1996 wurde diese TS 8/8 durch eine Ziegler Ultraleicht mit
Zweitaktmotor und Elektrostarter ersetzt. 
 

Das erste Löschfahrzeug ein TSF-T   Kasten Modell T1
wurde im Jahre 1964 noch durch die Ortsgemeinde Heimbach
der Freiwilligen Feuerwehr übergeben.
Durch die Verwaltungs- und Gebietsreform im Jahre 1969
wurde die Verbandsgemeinde Baumholder in der jetzigen Form
mit 14 Ortsgemeinden geschaffen. Gleichzeitig ging das Feuerwehrwesen
als Pflichtaufgabe auf die Verbandsgemeinde über.
Die Unterbringung der Feuerwehr erfolgte im Verlauf ihrer Geschichte
an den unterschiedlichsten Plätzen innerhalb unserer
Ortsgemeinde.
Das erste Spritzenhaus stand als Geräteschuppen in der Ortsmitte,
neben "Arems-Wehr".
Dieser Schuppen wurde ca. 1936 abgerissen. Danach wurde die
Handdruckspritze und die Geräte im alten Stierstall "lm Eck" untergestellt.
Die notdürftige Unterbringung "lm Eck" wurde im Jahre
1958/59 dadurch verbessert, dass mit einem Aufwand von rd.
14 000,-- DM ein Geräteraum und ein Unterrichtszimmer geschaffen
wurde, obwohl die Gemeinde Heimbach auch damals schon
nicht zu den finanzkräftigen Kommunen gehörte.
Etwa aus dieser Zeit müssen auch die folgenden Mundartverse
eines unbekannten Heimbacher Heimatdichters gehören. Sie beschreiben
sehr schön und treffend die damalige schwierige Situation
in unserer Gemeinde.

Wat in de letschte Johr ess basseert
En urem scheene Hämbach
Mär hann us alles offnodärt
Der Leid et wa nett änfach.

Die Habtstroß ess jetz nau gemach
On wonnerba geteert
De Staab ess gefloh berr off de Dach
Dat hat jetz offgehärt.

 Die Feldwähe senn noch ärisch schlecht
Et Vieh dut ane daure
De Gemänerood wäs dat de bäscht
Dat senn doch laurer Baure

Se halle är Setzung vor wie no
Foffzig mol em Johr
De Vorstäher schwetzt - on all sahn se jo
Käner seht: " dat ess nett woa". 

De Maschineschopp der steht noch do
Die Maschin die ess ganz roschtisch
De Gemänerood fräht nett de no
Die Leid die mache sich luschtisch.

Die Wasserlährung muß ma sahn
Do kemmt ka Mensch dahinter
Om Hiwwel misse se et Wasser drahn
Vom Frihjohr bis zum Winter

Die Gemänekass, die ess ganz leer
Die hat vollstännisch versaht.
Bei de Setzunge do geht's monter her,
wie im Weltsicherheitsrat.

De Vorstäher hat e schwere Stand
Schon wähe de Wohnungsnot
10 ur owens kemmt ähner ahngerannt
om harrem gleich gedroht.

 "Mach darr eich off da Breck die Wohnung grien
sonscht kanscht dau ebbes erläwe
em Nu konnt ma die scheenscht Schläerei
dot siehn
se ware wie denäwe.

 Die Kohleschippe senn gefloh
met Stuhlbähn duhnse schmeisse
So wa seläwe noch neischt do
Do kenntschete grad verreise.

 

Bereits seit Anfang der 70er Jahre war ehemaligen Stierstall völlig unzureichend
die Unterbringung im und entsprach auch
nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften. Die hieraus folgenden
Bemühungen richteten sich zunächst darauf, einen geeigneten
Standort für ein neues Feuerwehrhaus zu finden.
Die ehemalige Verladerampe auf dem Bahnhofsgelände in der
Ortsmitte bot sich als geeigneter Standort an. Die Bundesbahn
lehnte aber zunächst den Grundstücksverkauf ab, so dass die
Verbandsgemeindeverwaltung als alternativen Standort das Gelände
einer ehemaligen Hausmülldeponie am Hofweg, auf dem
sich heute ein Kinderspielplatz befindet, auserkoren hatten. Der
Hartnäckigkeit des damaligen Ortbürgermeisters war es zu verdanken,
dass nach langwierigen und intensiven Verhandlungen
die Deutschen Bundesbahn dazu bewegt werden konnte, das Gelände
zu veräußern.
Die Verbandsgemeinde Baumholder, die seit dem 1 . Januar 1975
nach der Gemeindereform für das Feuerlöschwesen zuständig
war, stellte in ihrem Haushaltsplan 250 000,- DM zur Verfügung
und vom Land Rheinland-Pfalz wurde hierzu ein Zuschuss von rd.
100 000,-- DM bewilligt.
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr verpflichteten sich, einen
Großteil der Bauarbeiten in Eigenleistung durchzuführen.
Am 19.06.1980 wurde mit den Bauarbeiten durch Abtragen der
alten Verladerampe begonnen, am 30.07.1980 wurde der eigentliche
Baukörper abgesteckt. Bereits am Kirmesmontag, also Anfang
September 1980 wurde Richtfest gefeiert Wahrlich eine Rekordbauzeit!
Auch der größte Teil der weiteren Arbeiten (Elektro- und Wasserinstallation.
Innenputz, Schreiner und Malerarbeiten etc.) wurde in Eigenleistung
durchgeführt.  An dieser großen Gemeinschaftsleistung beteiligten
sich aber nicht nur die Mitglieder der Feuerwehr sondern auch eine ganze
Reihe von Bürger unserer Gemeinde und Helfer
des Deutschen Roten Kreuzes - Ortsverein Heimbach. Insgesamt
wurden 3.291 freiwillige unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet,
davon entfielen auf die Mitglieder der Feuerwehr 2.873 Stunden.
Bild Feuerwehrgerätehaus
Die Einrichtung des Feuerwehrgerätehauses war ein sichtbarer
Beweis für die über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Heimbacher
Gemeinschaftsleistungen. lm Jahre 1982 konnte das neue
Feuerwehrgerätehaus eingeweiht werden.
Die Verbandsgemeindeverwaltung und Bürgermeister Pees
musste aufgrund dieser enormen und zugleich einmaligen Gemeinschaftsleistung
ihre ursprünglichen Befürchtungen revidieren.
Niemand seitens der Verwaltung, auch der Bürgermeister
nicht, hatte damit gerechnet, dass durch die hohe Eigenleistung
soviel Geld eingespart werden konnte. Dies war wohl auch mit
ein Grund dafür, die Feuerwehr Heimbach neben einem neue
Gerätehaus auch gleich mit einem neuen Löschgruppenfahrzeug,
LF I auf Daimler-Benz Fahrgestell, auszustatten.

Mit der neuen Unterbringung, dem neuen Fahrzeug und neuen
modernen Geräten, wie etwa umluftunabhängigen Atemschutzgeräten,
verfügt die Heimbacher Feuerwehr über die technischen
Geräte, um den Brandschutz und technische Hilfe wirksam leisten
zu können.
lm Jahre 1984 wurde auf Initiative von Klaus-Peter Forster eine Jugendfeuerwehr
gegründet.
Seit Gründung der Jugendfeuerwehr waren insgesamt &4 Mädchen
und Jungen als Mitglieder registriert. Von den heute 36 aktiven
Feuerwehrkameraden stammen 20 aus der Jugendfeuerwehr. lm
Jahr 1993 zählte die Jugendfeuerwehr mit 28 Mitgliedern zu den
größten im Kreisgebiet. Neben den regelmäßigen Übungsstunden
ist das vielseitige und abwechslungsreiche Freizeitangebot sowie
kontinuierliche Personalsituation bei den Jugendwarten die Grundlage
dieses außerordentlichen
Erfolges in den letzten Jahren. Erwähnenswert sind hier vor allem die jährlichen
Zeltlager, von denen beispielhaft die Zeltlager 1991in Ruhla Thüringer Wald,
1993 in Wilhelmshaven,1995 Bleilochtalsperre/Thüringen, 1997 Indianerfreizeit
an die Nahe sowie1999 Stadtkyll /Eifel erwähnt werden sollen. Durch diese
umfangreiche Jugendarbeit, in die die jeweiligen Jugendleiter
sehr viel Zeit investieren.
Wird der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr Heimbach auf Dauer
gesichert. Die Jugendfeuerwehr engagiert sich auch freiwillig auf ökologischem und kulturellem
Gebiet. So hat sie z.B. die Patenschaft für die Pflege einer
Orchideenwiese übernommen, pflegt den alten katholischen Friedhof
und sammelt jährlich die ausgedienten Weihnachtsbäume ein
lm Jahr 2000 wurden laut Jahresbericht 53 Veranstaltungstage
(Gruppenstunden und Freizeit) vorbereitet und durchgeführt Darüber
hinaus haben die fünf Jugendgruppenleiter an insgesamt 160
Stunden Aus- und Fortbildung auf überörtlicher Ebene teilgenommen.
lm Jahr 2000 wurden insgesamt 616 Stunden von den Jugendwarten
im Dienst der Jugendarbeit geleistet. Zur Zeit wird die
Jugendfeuerwehr geleitet von Hubert Pickard, Arno Pickard, Achim
Am 05. November 1994 wurde ein Förderverein für die Freiwilligen
Feuerwehr gegründet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe
gesetzt das Feuerlöschwesen in unserer Ortsgemeinde finanziell
und ideell zu unterstützen.
Schon seit einigen Jahren trug sich die Wehrführung mit dem Gedanken,
zur Unterbringung einer neuen Heizungsanlage, zum Abstellen
von Geräten und zum Unterstellen eines weiteren Fahrzeuges
einen Anbau an das vorhandene Feuerwehrgerätehaus
zu erstellen. Nachdem die Pläne recht konkret herangereift waren,
suchte die Wehrführung und der Vorstand des Fördervereins
zusammen mit unserem aktiven Mitglied und Bauingenieur Heinrich
Martin Schmitt Anfang 1996 das Gespräch mit unserem
Dienstherrn und Bürgermeister, Volkmar Pees. Dieser signalisierte
auch nach anfänglichem zögern, dass die Verbandsgemeinde
Baumholder bereit sei, ihr benachbartes Grundstück kostenlos
zur Verfügung zu stellen. Das schlüssige und kostengünstige Gesamtkonzept,
das durch die Feuerwehrkameraden erarbeitet wurde,
hatte seine Wirkung nicht verfehlt, Von Anfang an war uns
Feuerwehrleuten jedoch klar, dass mit einer finanziellen Unterstützung
durch die Verbandsgemeindeverwaltung nicht gerechnet
werden durfte, obwohl durch die Modernisierung der Heizungsanlage erhebliche
Kosteneinsparungen zu erwarten waren. Es war
dann auch der Bürgermeister selbst, der vorschlug, das Projekt zusammen
mit der Ortsgemeinde zu verwirklichen. Da die Feuerwehr
mit Herrn Alsfasser einen verständnisvollen Gesprächspartner hatte,
war nach kurzen Vorgesprächen die Kooperation mit Ortsgemeinde
perfekt. Ziel der Ortsgemeinde war es, an einem zentralen
Ort die Infrastruktur (Toilettenanlage, Küche und Kühlraum) für einen
Festplatz und eine neue Unterstellmöglichkeit für den MB-Truck
zuschaffen sowie ein Gemeindebüro und einen Jugendraum einzurichten.
Die Ortsgemeinde verpflichtete sich hierbei, das Baumaterial
für das Gemeindehaus und für den Feuerwehranbau zur Verfügung
zu stellen, soweit dies nicht von der Feuerwehr kostengünstig
 -neutral beschafft werden kann. lm Gegenzug erklärte sich
die Feuerwehr bereit, den Rohbau in Eigenleistung zu erstellen und
soweit geeignete Fachkräfte zur Verfügung stehen, die Innenarbeiten
durchzuführen. Die Planung, Erstellung der Genehmigungsunterlagen, Aufstellung
der statischen Berechnung und die gesamte Bauleitung wurden
von unserem Feuerwehrkameraden Heinrich Martin Schmitt ehrenamtlich
zum Wohle des Projekts geleistet. Nach Zustimmung durch die zuständige Stelle der Bahn AG begannen
die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr am 09.11.1996 damit,
die Nebengleisanlage abzubauen und die Vorbereitungen für
den Rückbau der elektrischen Anlagen zu treffen. Nach Ausstellung
der Baugenehmigung am 18.06.1997 wurden die Erdarbeiten,
die Entwässerungs- und Versorgungsleitungen, Verlegung der Bodenbewehrung
sowie Einschalung der Bodenplatte jeweils in denAbendstunden bzw. am Wochenende durchgeführt. Die Mauerarbeiten wurden zum größten Teil von den Angestellten der Gemeindeverwaltung
unter Mitwirkung von einigen Freiwilligen und zwei
Rentnern die der Feuerwehr angehören, in sehr kurzer Zeitausgeführt,
so dass im August 1997 bereits das Dachgebälk aufgeschlagen
werden könnte. Der Rohbau war am 12.12.1997 fertiggestellt
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr haben außer den bereits
erwähnten Arbeiten Folgendes zum Gelingen des neuen Gemeindehauses
und zur Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses beigetragen:
 Beschaffung, Zuschneiden und Verlegen der Holzbalken-
Zwischendecken, Zuschneiden und Verlegen der gesamten Dachkonstruktion
 Dacheindeckung und Klempnerarbeiten Heizungs- und Sanitärinstallation
 Elektroinstallation änderung und Renovierung des Schulungsraumes
Ausbau und Einbau der gebrauchten Fenster sowie Installation
der neuen Fenster Abbau und Transport von Heizkörper und Leuchtstofflampen
lsolierung der Zwischendecken und Verlegung des Holzfußbodens
Beschaffung der beiden Hallentore Errichtung einer Brandschutzwand zwischen Fahrzeughalle
und Speicher, Herstellung und Einbau des Giebeltores
Anbringen des lsolierinnenputzes in der Fahrzeughalle und
im Speicher Bereitstellung und Verlegen von Fliesen
Tiefbauarbeiten für Kanal, Wasser und Pflaster
Beschaffung und Verlegung des Verbundsteinpflasters
Die Änderungsarbeiten im Schulungsraum und das untere Geschoss
des Feuerwehranbaues konnte aufgrund der enormen
finanziellen und zeitlichen Aufwandes erst im Laufe des Jahres
1999 fertig gestellt werden, da der Innenausbau komplett durch
den Förderverein finanziert werden musste. Insgesamt wurden
bisher ca. 5500,- € investiert. Der Außenputz wurde letztes Jahr durch die Gemeinde fertig gestellt,
dies hatte zur folge das die Außenfassade des Feuerwehrgerätehauses
neu gestrichen werden musste was nach Absprache
mit der Verbandsgemeinde auch geschehen ist. Außerdem
wurden der Schulungsraum, die Toilettenanlage sowie und die
Stahltüren neu gestrichen. lm rückwärtigen Bereich ist eine
überdachter Feuerplatz geplant, der aus Zeitmangel noch nicht
fertig gestellt wurde. Über diese Investitionen hinaus wurden in den letzten Jahren
eine ganze Reihe von feuerwehrtechnischem und anderen Geräten
sowie sinnvolle Ergänzungen zur persönlichen Schutzausrüstung
beschafft. Aggregat mit Rettungsschere und Spreizer (1992 durch VG,
vorher bei FF Baumholder) Tauchpumpe für den Hochwassereinsatz ( 1996 durch Ortsgemeinde
finanziert) Motorsäge (1990 durch Orts- und VG mitfinanziert),
Elektronisches Unterrichtsmaterial wie Fernseher, Videorecorder
und Overheadprojektor Hochdruckreiniger zum Reinigen der Fahrzeuge und Geräte)
Stromaggregat (1994 vom Landkreis zur Verfügung gestellt)
36 Kleiderspinde (1991 und 2000) Persönliche Schutzausrüstung (Lederstiefel und Pullover)
Mannschaftstransportwagen - \ /V Bulli Modell T3 MTW BSitzer
(ehemalige ELW der VG am 03. Juli 1999 durch den Bürgermeister übergeben, Kosten für die Unterhaltung trägt
der Förderverein) Neue Einsatzkleidung für Atemschutzgeräteträger (2000 durch VG)
Stromaggregat (als Ersatzbeschaffung)Polo Shirts mit Bestickung Persönliche Schutzausrüstung (Leder Sicherheitsschuhe)
lm Verlaufe ihrer 7S-jährigen Geschichte wurde die Heimbacher Feuerwehr von folgenden Wehrleitern btu. Wehrführern. geleitet:

Jakob Saar                            
1929 bis 1931
Waldemar Späder                 1931 bis 1945
August Hahn                          1945 bis 1949
Josef Merscher                      1949 bis 1952
Emil Hahn                              1952 bis 1956
Johann Alsfasser                   1956 bis 1966
Gerold Litz                              1966 bis 1988
Ferdinand Müller                    1988 bis 1992
Michael Wagner                     1992 bis 2001
Paul Wenz                             2001 bis 2005
Klaus Peter Forster        seit 2005 

Von den Mitgliedern der Heimbacher Feuerwehr haben bisher folgende
Kameraden das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25-jährige
aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr erhalten.

Das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für 35-jährige
aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr haben bisher erhalten:

Die Freiwillige Feuerwehr Heimbach hat bereits im Jahr 1953 den
Amtsfeuerwehrtag (Festzelt in der "Unner" ausgangs Heimbach)
sowie in den Jahren 1973, 1985,1993 und 2001 den Verbandsgemeindefeuerwehrtag
ausgerichtet.
Seit Gründung der Freiwilligen Feuerwehr schwankte der Personalbestand
jeweils zwischen 25 und 45 Mitgliedern.
Die Freiwillige Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr Heimbach sind
ein fester Bestandteil des gemeindlichen Lebens in der Ortsgemeinde.
8 Jugendliche sowie 35 Frauen und Männer versehen derzeit
den freiwilligen Dienst am Nächsten. Durch ständiges Übungen und
Schulungen wird die geforderte Einsatzbereitschaft aufrecht gehalten.
Die meisten Heimbacher wissen den Wert ihrer Feuerwehr sehr
wohl einzuschätzen.

lm Jahre 2004. erfüllten folgende Frauen und Männer ihre vielfältigen
feuerwehrtechnischen und sozialen Aufgaben im Dienste für den

Mitmenschen nach dem immer noch gültigen Wahlspruch:

"Allerorts und jederzeit, selbstlos, treu und hilfsbereit".